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Die Beteiligung der 110. Infanterie-Division an Vernichtungskrieg und Kriegsverbrechen

Im Dezember 1940 stellte die Wehrmacht neue Truppen speziell für den Überfall auf die Sowjetunion (UdSSR) auf. Dazu zählte auch die 110. Infanterie-division (I.D.), von der ein Teil in Lüneburg stationiert wurde.

Ab Juni 1944 nahm die 110. ID dann als Teil der 9. Armee am Krieg gegen die UdSSR teil.

Anders als im Westen hatte die Führung Nazi-Deutschlands den Krieg in Osteuropa als rassistischen Vernichtungskrieg geplant: Um dort „Lebensraum“ für Deutsche zu schaffen, sollten die Führungskräfte der UdSSR ermordet, die Bevölkerung versklavt, vertrieben oder dem Hungertod ausgeliefert werden.

Entsprechend sahen Wehrmachtsbefehle vor, den von ihr sogenannten „slawischen Untermenschen“ die Haager Landkriegs-ordnung und jegliche Humanität zu verweigern.

Ende 1941 stoppte die Rote Armee die angreifenden Wehrmachts-Divisionen. Schrittweise mussten sie sich zurückziehen. Auch die 110. I.D. setzte dabei das Konzept der „verbrannten Erde“ um: Sie zerstörte Infrastruktur und Ortschaften, verschleppte Arbeitsfähige und tötete Einwohner.

Im März 1944 beteiligte sich die 110.ID an einem „der schwersten Verbrechen der Wehrmacht gegen Zivilisten überhaupt“ (Historiker D. Pohl). Bei Ozarichi (Weißrussland) sperrte sie und die 35. ID rund 50.000 Kinder, Frauen, Alte und Kranke (im Wehrmachts-jargon „nutzlose Esser“) in 3 Todeslager. Bis zu deren Befreiung eine Woche später kamen dabei etwa 9.000 Lagerinsassen um. In Weißrussland ist dies nicht vergessen. In Ozarichi erinnert seit 1965 ein Denkmal an dieses Verbrechen.

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