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News04

  Eindrücke von der Begnung mit den Zeitzeuginnen aus Ozarichi

   Wir haben unsere Gäste nun wieder am Bahnhof verabschiedet - mit dem Gefühle der Freude und Dankbarkeit, aber auch mit etwas Wehmut! Kaum zu glauben, dass wir Lidija, Valentina Sch., Maria L., Maria N., Valentina O., Maria Sch. sowie Helga und Natalia G. erst am Tag zuvor kennen gelernt  hatten - so vertraut waren wir uns schon geworden!
Manchmal haben wir uns gegenseitig etwas in unserer jeweiligen Muttersprache gesagt, was wir für uns eigentlich sprachlich nicht übersetzen konnten - und trotzdem haben wir das bzw. uns verstanden: es war eine tiefe Verbundenheit entstanden!

   Wir hoffen, dass auch die Besucherinnen den Abstecher nach Lüneburg in guter Erinnerung behalten. Es ist zu bewundern, wie die Frauen den gewiss auch anstrengenden Aufenthalt hier bewältigten - z.B. einige nach meinem Eindruck längere Ansprachen mit Geduld ertrugen bzw. eine "schwierige" Rede mit Großmut aushielten. Auch wenn die Verbindung zwischen Osaritschi und Lüneburg auf schrecklichen Taten bzw. Erfahrungen beruht - und vorgestern in der schmerzlichen Erinnerung daran auch geweint wurde - haben wir als doch auch gemeinsam gelacht und gescherzt - und
sogar unsere gemeinsamen Gesangs-Talente entdeckt!

   In unserer antifaschistischen Erinnerungsarbeit haben wir  gerade in der jüngsten Zeit wieder oft das Gefühl, in Lüneburg sehr, sehr dicke Bretter zu bohren. Dieser Besuch hat uns darin bestärkt, dass sich solche Anstrengungen unbedingt lohnen; die Frauen haben uns und die anwesenden jüngeren Studierenden an der Uni direkt aufgefordert: "Hört
nicht auf mit dieser Arbeit - sie ist zu sehr wichtig!"

   So kann ich auch für meine Mitstreiter_innen von der VVN sagen, dass dieser Besuch uns in vielerlei Hinsicht bereichert hat.

   Unbedingt möchten wir die Beziehungen zu den Überlebenden von Osaritschi ausbauen - und ebenfalls die Verbindung zu Ihnen festigen: Mal sehen, ob bzw. wie wir das schaffen!


Peter Raykowski

Aktuelles

Auf Einladung des VVN-Lüneburg besuchte eine Gruppe von Überlebenden des Ozarichi-Massakers in Lüneburg. An diesem Kriegsverbrechen der Wehrmacht war die Lüneburger 110te Infantriedivision maßgeblich beteiligt. Immer noch steht das Schandmal zum Gedenken an die Täter in der Stadt.


 Gegen G20   Demomenge


Manzke "Friedens"pfad:
Schandmal für die 110 Infantriedivision der deutschen Wehrmacht:
Endlich wurde der Begleittext korrigiert
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Das Schandmal wurde verhüllt
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 Rechter Vandalismus:
Die Gedenktafel an den ehemaligen Schüler der Schule in Adendorf, Wolfgang Mirosch, wurde gestohlen
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